Reisebericht über unseren Kreuzfahrt-Stopp in Le Havre (Frankreich) während der Metropolen-Tour 2026 mit der MSC Poesia, mit Highlights wie Le Volcan und vielen Fotos.
Reisebericht über unseren Kreuzfahrt-Stopp in Le Havre (Frankreich) während der Metropolen-Tour 2026 mit der MSC Poesia, mit Highlights wie Le Volcan und vielen Fotos.
Am 15. Januar 2026 legte unser Kreuzfahrtschiff während der Reise einen Zwischenstopp in Le Havre ein.
Le Havre ist eine bedeutende Hafenstadt in der Normandie und bekannt für ihre außergewöhnliche moderne Architektur. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt unter der Leitung von Auguste Perret neu aufgebaut und zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Klare Linien, viel Beton und großzügige Räume prägen das Stadtbild und verleihen Le Havre einen ganz eigenen Charakter. Neben dem industriellen Hafenflair bietet die Stadt eine lange Strandpromenade, kulturelle Einrichtungen und zahlreiche Museen, die Kunst, Geschichte und maritime Tradition miteinander verbinden.
Le Havre war während unserer Kreuzfahrt im Januar 2026 mit der MSC Poesia der einzige Hafen, an dem wir bewusst keinen organisierten Ausflug gebucht hatten. Der Hauptgrund dafür war das Ausflugsangebot: Nahezu alle Touren führten nach Paris, was eine einfache Busfahrzeit von rund drei Stunden bedeutet hätte. Zudem ist das Wetter im Januar an der französischen Küste oft zu wechselhaft, um einen klassischen Ausflug an den Strand wirklich genießen zu können.
Stattdessen entschieden wir uns für einen entspannten, individuellen Landgang. Nach dem Frühstück nahmen wir den Shuttle-Bus ins Stadtzentrum von Le Havre. Leider setzte dort leichter Regen ein, doch davon ließen wir uns nicht aufhalten und zogen unser kleines Sightseeing-Programm trotzdem durch.
Unser erster Stopp war Le Volcan, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Das futuristische Gebäude wurde vom brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer entworfen und erinnert mit seiner Form tatsächlich an einen Vulkan. Direkt daneben befindet sich die Bibliothek, die Teil des Kulturzentrums ist. Der Besuch weckte bei mir sofort Erinnerungen an meine Studienzeit, da ich selbst viele Stunden in Universitätsbibliotheken verbracht habe – eine Atmosphäre, die mir bis heute sehr vertraut ist.
Anschließend entdeckten wir eher zufällig die Markthalle Le Havre. Dort erwartete uns ein vielfältiges Angebot an frischen Früchten, Kaffee, Fleisch- und Fischspezialitäten. Besonders spannend war es, das alltägliche Leben der Einheimischen zu beobachten, fernab klassischer Touristenattraktionen.
Von dort aus ging es weiter zur St.-Joseph-Kirche. Die Kirche ist eines der markantesten Bauwerke der Stadt und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet. Mit ihrem 107 Meter hohen Turm und der quadratischen Grundfläche wirkt sie fast wie ein Leuchtturm. Im Inneren sorgen tausende farbige Glasbausteine für ein beeindruckendes Lichtspiel, das selbst an grauen Regentagen eine ganz besondere Stimmung erzeugt.
Zum Abschluss spazierten wir noch zum Rathaus Le Havre, das mit seinem hohen Turm und der großzügigen Platzanlage ebenfalls ein typisches Beispiel der modernen Nachkriegsarchitektur ist, für die Le Havre bekannt ist. Anschließend nahmen wir wieder den Shuttle-Bus zurück zum Schiff.
Auch ohne organisierten Ausflug war der Aufenthalt in Le Havre für uns eine gelungene Abwechslung – entspannt, individuell und mit spannenden Einblicken in eine Stadt, die architektonisch ganz anders ist als viele andere französische Reiseziele.